Auf dem Camino del Norte nach Santiago de Compostela

Stephanie Heinze - 49 Jahre, Frankfurt am Main

Stiftungsbeauftragte & Geschäftsführerin der Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung

Stephanie, spürt 2006 die ersten Veränderungen in ihrem Bewegungsablauf. Zu diesem Zeitpunkt ist sie als Fremdsprachensekretärin bereits seit zwanzig Jahren als Assistentin der Geschäftsführung und später als Vorstandsassistentin für internationale Konzerne tätig. Nach Wanderreisen im Himalaya und in den Anden verändert sich plötzlich Ihr Gang. Zwei Jahre dauert es bis Stephanie kurz vor ihrem 40. Geburtstag nach einer Odyssee von Arzt zu Therapeut und zurück die Diagnose erhält: Morbus Parkinson. Die Beschwerden haben jetzt immerhin einen Namen.

Anfang 2014 steigt sie aus Ihrem Job aus, sie gibt nicht auf, will auch mit der Erkrankung etwas bewegen und absolviert erfolgreich im Rahmen einer Teilhabe am Arbeitsleben die Prüfung als Stiftungs-Managerin (FA) an der Fundraising-Akademie. Stephanie leitet in enger Abstimmung mit dem Beirat als Geschäftsführerin die Hilde-Ulrichs-Stiftung für Parkinsonforschung.

Schnitt – und noch ein Sprung, diesmal ins Jahr 2009. Zu jener Zeit lernen sich Eva-Maria und Stephanie bei einer Sporttherapie kennen. Die Thüringerin begleitete damals ihren Mann, und beide Frauen verstanden sich auf Anhieb. Es entwickelte sich eine intensive Freundschaft und irgendwann auch der Wunsch nach einer gemeinsamen Wanderung auf dem Jakobsweg.

10 Jahre nach meiner Diagnose Morbus Parkinson starte ich nun das Projekt "Pilgern für die Parkinsonforschung“.

Mein Leben hat sich verändert, es ist erfüllter, bunter, lebhafter geworden mit der Krankheit Morbus Parkinson. Ich habe mich von vielen „alten“ Dingen gelöst und „Neues“ Wertvolles hinzugewonnen.

Das hat mein Leben bereichert. Meine Krankheit ist da, sie schreitet voran und es gibt nicht nur Gute Tage aber dennoch sage ich weiterhin: „Es geht mir gut und ich habe enorm viel Lebensqualität".

Neue Türen sind aufgegangenen, wertvolle Menschen sind in mein Leben getreten und neue Freundschaften sind entstanden.

Es ist an der Zeit auf dem Jakobsweg zu pilgern.
Buen camino !

Mein Interview bei health tv

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Bilder vom Interview